
Inneren Druck senken - wenn dein Kopf nicht still sein kann
Du sitzt abends erschöpft auf dem Sofa. Vielleicht ist der Tag längst vorbei.
Und trotzdem läuft dein Kopf weiter.
Die E-Mail, die du noch beantworten wolltest.
Der Termin morgen.
Etwas, das du gesagt hast und das du im Nachhinein noch einmal durchgehst.
Die Dinge, an die du unbedingt denken musst.
Du würdest gern zur Ruhe kommen. Aber innerlich bist du noch mitten im Tag.
Viele Frauen, mit denen ich arbeite, kennen das. Sie funktionieren im Außen gut. Sie tragen Verantwortung, kümmern sich, behalten den Überblick und machen weiter – auch dann, wenn eigentlich längst eine Pause nötig wäre.
Der Kopf bleibt dabei oft auf Empfang.
Er sucht schon nach dem Nächsten, das erledigt werden muss. Er prüft, ob etwas übersehen wurde. Er versucht, Probleme vorauszudenken und Lösungen zu finden.
Das ist nicht einfach eine schlechte Angewohnheit. Und es bedeutet auch nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt.
Dein System hat gelernt: Wachsam sein hilft. Mitdenken hilft. Alles im Blick behalten hilft.
Vielleicht hat dich genau das lange zuverlässig durch einen vollen Alltag getragen.
Nur: Was früher hilfreich war, kann irgendwann anstrengend werden. Denn der Kopf bekommt keine klare Rückmeldung, dass er jetzt Pause machen darf.
Dann wird selbst ein ruhiger Abend nicht wirklich ruhig.
Eine kleine Übung für zwischendurch
Wenn du merkst, dass dein Kopf gerade rast, halte für einen Moment inne.
Atme langsam durch die Nase ein. Zähle dabei innerlich bis vier.
Dann atme noch etwas langsamer aus. Zähle bis sechs. Du kannst dabei leise seufzen, wenn dir danach ist.
Wiederhole das drei Mal.
Oft genügt es schon, wenn zwischen zwei Gedanken ein wenig mehr Abstand entsteht.
Vielleicht merkst du: Ich bin nicht nur meine To-do-Liste. Ich muss nicht jedem Gedanken sofort folgen. Ich muss ihn auch nicht weiterdenken.
Ich kann ihn ziehen lassen. Ihn einen Moment beobachten. Einen Schritt zurücktreten und mich erinnern: Nur weil ich etwas denke, muss es nicht die ganze Wahrheit sein.
Der Weg aus innerem Druck beginnt selten mit einem großen Schritt.
Oft beginnt er damit, dass du dir selbst zuhörst, bevor du wieder weitermachst.
Wenn du dir dabei eine angeleitete Pause wünschst, findest du in meiner Audio-Übung „Schenk dir 5 Minuten zum Runterkommen“ eine sanfte Klopfrunde für 0 Euro. Du hinterlässt dafür nur deine E-Mail-Adresse.
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Manchmal zeigt sich die innere Anspannung nicht nur im Kopf. Im nächsten Artikel geht es darum, wie unser Körper uns zeigen kann, dass wir schon lange viel tragen:
