✨ Über mich
Ich bin Claudia.
Ich war lange hart zu mir – wirklich hart. Ich habe mich selbst jeden Tag unter Druck gesetzt. Es musste immer noch besser gehen, noch mehr, noch richtiger. Egal, wie viel ich gemacht habe, es hat sich nie wirklich genug angefühlt.
Abends lag ich oft wach und habe den Tag immer wieder im Kopf durchgespielt. Ich habe mich gefragt, was ich gesagt habe, ob das richtig war, ob ich es anders hätte machen sollen und was ich am nächsten Tag noch besser machen könnte. Mein Kopf kam nie zur Ruhe.
Ich war ständig im Tun, innerlich angespannt und getrieben. Pausen habe ich mir nicht wirklich erlaubt. Und wenn ich sie mir doch genommen habe, dann mit einem schlechten Gewissen im Hintergrund.
Nach außen hat vieles funktioniert. Aber in mir war dieser Druck. Ein leiser, dauerhafter Druck, der mit der Zeit immer stärker wurde.
Ich habe lange gedacht, dass das einfach so ist. Dass ich eben so bin. Dass ich mich einfach mehr zusammenreißen muss.
Bis mein Körper angefangen hat, mir klare Grenzen zu zeigen. Erschöpfung, Verspannungen, Schmerzen – ich konnte irgendwann nicht mehr einfach so weitermachen wie bisher.
Das war der Moment, in dem ich begonnen habe, wirklich hinzuschauen.
Ich habe aufgehört, nur zu funktionieren und durchzuhalten, und habe angefangen, ehrlich mit mir selbst zu werden. Dabei habe ich verstanden, dass dieser Druck nichts ist, was verschwindet, wenn ich mich noch mehr anstrenge. Sondern dass er etwas ist, das gesehen werden will – und gelöst werden kann.
Mit EFT, Körperarbeit und innerer Arbeit habe ich Schritt für Schritt begonnen, etwas zu verändern. Nicht auf einmal und nicht perfekt, sondern in meinem Tempo – aber spürbar.
Ich habe dabei auch erkannt, wie wenig ich zuvor auf mich geachtet habe. Meine Bedürfnisse hatten kaum Platz, mein Körper musste einfach mitlaufen. Heute ist das anders. Ich höre hin. Ich frage mich, was ich brauche – und was mein Körper braucht.
Ich habe mir erlaubt zu erkennen, dass ich mein Leben nicht nur bewältigen muss, sondern dass ich es genießen darf. Dass Freude nicht etwas ist, das ich mir erst verdienen muss, sondern etwas, das mir zusteht. Dass ich erleben darf, was mir wichtig ist – und dass sich mein Leben auch leicht und lebendig anfühlen darf.
Und nach und nach ist es ruhiger geworden in mir.
Nicht, weil im Außen plötzlich alles perfekt war, sondern weil ich anders mit mir umzugehen begonnen habe. Weicher. Klarer. Ehrlicher.
Wenn ich meine Reise bildlich beschreiben würde, dann hat sie sich für mich wie ein Weg vom Aschenputtel zur Champagnerfrau angefühlt.
Aschenputtel war immer eines meiner liebsten Märchen. Dieses Mädchen, das alles macht, sich um alle kümmert – und dabei kaum gesehen wird. Das funktioniert und aushält. Und das trotzdem nie ganz den Mut verliert. Und irgendwo war auch immer dieses Gefühl, dass es mehr geben muss, und dass da auch etwas ist, das unterstützt und trägt.
Und dann ist mir in einer Familienaufstellung ein anderes Bild begegnet, das mich nicht mehr losgelassen hat: die Champagnerfrau.
Für mich steht sie für Selbstvertrauen, für Lebensfreude und für die Freiheit, wählen zu können. Für dieses feine innere Prickeln – dieses „Champagner-Gefühl“ – das entsteht, wenn ich wirklich bei mir bin und mein Leben sich nach mir anfühlt.
Heute kenne ich diesen inneren Druck noch. Aber er bestimmt mich nicht mehr. Ich kann damit umgehen. Ich spüre, wenn ich über meine Grenzen gehe, höre auf die leisen Signale meines Körpers und sorge gut für mich.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Kopf nicht aufhört zu denken, wenn man sich selbst antreibt und gleichzeitig erschöpft ist. Wenn man sich wünscht, einfach einmal zur Ruhe zu kommen – und nicht weiß, wie das gehen soll.
Und genau deshalb begleite ich heute andere Frauen.
Nicht, weil ich „fertig“ bin. Sondern weil ich diesen Weg selbst gegangen bin. Und weil ich erfahren habe, dass Veränderung möglich ist.
Und genau das gebe ich weiter. 💛