regelmäßige Updates

Machst du regelmäßige Updates?

October 23, 2026•4 min read

Wie oft aktualisierst du deinen Computer?

Und wie ist das bei dir selbst?

Bei unseren Geräten ist es selbstverständlich, regelmäßig nachzusehen: Was läuft da eigentlich? Brauche ich das noch? Ist alles noch aktuell? Und funktioniert es noch so, wie es soll?

Bei uns selbst machen wir das viel seltener. Viele von uns tun das fast nie.

Innere Automatismen laufen oft jahrelang weiter

Auch in uns laufen Programme – meist unbewusst. Es sind innere Regeln, Überzeugungen und Verhaltensmuster, die wir irgendwann gelernt haben und die sich im Laufe der Zeit festigen können.

Du reagierst in einer bestimmten Situation immer wieder ähnlich. Du machst dir Druck, hältst dich zurück, versuchst, es allen recht zu machen oder arbeitest weiter, obwohl du eigentlich eine Pause brauchst. Und vielleicht fragst du dich: Warum mache ich das eigentlich?

Manche dieser Muster unterstützen uns. Sie geben Orientierung und helfen uns, mit bestimmten Situationen umzugehen. Andere kosten uns Kraft, engen uns ein, machen uns langsam oder hindern uns daran, weiterzukommen.

Trotzdem laufen sie weiter. Automatisch.

Vielleicht kennst du solche inneren Sätze:

  • Ich kann nicht vor anderen sprechen.

  • Ich darf niemanden enttäuschen.

  • Ich muss erst alles erledigen, bevor ich mich ausruhen darf.

  • Ich darf mich nicht zu wichtig nehmen.

  • Ich muss alles allein schaffen.

Solche Sätze können sich irgendwann wie Tatsachen anfühlen – wie ein Teil unserer Persönlichkeit.

So bin ich eben.

Aber was, wenn das nicht die ganze Wahrheit ist?

Zeit für ein inneres Update

Du kannst beginnen, genauer hinzusehen: Wo kommst du nicht weiter? Wo machst du dir besonders viel Druck? In welchen Situationen reagierst du immer wieder ähnlich? Und wo fühlst du dich gestresst, klein, erschöpft oder innerlich getrieben?

Achte auch darauf, welche Sätze auftauchen, wenn du mit dir selbst sprichst. In welchen Bereichen würdest du dich gerne anders verhalten?

Vielleicht bemerkst du dabei ein altes Muster. Eines, das früher einmal sinnvoll war und dich schützen, anpassen oder dazugehören lassen sollte. Aber vielleicht brauchst du es heute nicht mehr in derselben Weise.

Woher solche Muster kommen können, ist eine eigene und wichtige Frage. Manche hängen mit einzelnen Erfahrungen zusammen, andere mit dem, was wir über viele Jahre in unserer Familie oder unserem Umfeld gelernt haben. Darum wird es in den nächsten Artikeln dieser Reihe gehen.

Erkennen ist der Anfang – aber nicht immer die Veränderung

Wenn du ein altes Muster erkennst, entsteht oft zunächst ein kleiner Abstand. Du bist dann nicht mehr nur:

Ich bin eben so.

Sondern vielleicht:

Ich habe gelernt, so zu reagieren.

Das kann bereits etwas verändern. Aber nur durch Nachdenken und Erkennen gelingt es nicht immer, ein Muster wirklich zu verändern. Wenn es allein durch Einsicht funktionieren würde, hätten wir viele unserer Probleme längst gelöst.

Wir wissen oft schon sehr genau, dass wir uns weniger Druck machen, öfter Nein sagen oder uns mehr zeigen möchten. Und trotzdem reagieren wir in bestimmten Situationen wieder automatisch.

Der Grund kann sein, dass mit dem Muster nicht nur Gedanken verbunden sind. Oft hängen auch Gefühle und körperliche Reaktionen daran. Eine alte Situation kann weiterhin Unsicherheit, Scham, Angst oder Anspannung auslösen. Dann reagiert dein Körper, bevor du bewusst entscheiden kannst.

Deshalb reicht es manchmal nicht, sich einfach einen neuen Satz zu sagen. Die damit verbundenen Gefühle und Erfahrungen möchten ebenfalls wahrgenommen und verarbeitet werden.

Veränderung wird möglich

Wenn eine alte Erfahrung emotional verarbeitet werden kann, entsteht häufig mehr Abstand. Du musst die Vergangenheit nicht vergessen. Aber sie muss dich nicht mehr auf dieselbe Weise festhalten.

Du kannst neue Erfahrungen machen, dir Fähigkeiten aneignen und Schritt für Schritt eine andere Wahl treffen.

Aus

Ich kann das nicht

kann werden:

Ich kann lernen, damit umzugehen.

Aus

Ich darf mich erst ausruhen, wenn alles erledigt ist

kann werden:

Ich darf Pausen machen, auch wenn noch Aufgaben offen sind.

Und aus

So bin ich eben

kann entstehen:

So habe ich es bisher gemacht. Heute darf ich prüfen, was wirklich noch zu mir passt.

Deine Vergangenheit hat dich geprägt. Aber sie muss nicht deine Zukunft bestimmen.

Vielleicht ist heute ein guter Zeitpunkt für ein inneres Update. Welche innere Regel oder welches Verhaltensmuster möchtest du einmal genauer ansehen? Und wo würdest du dich gerne anders verhalten?

Ich arbeite mit Methoden, die dich dabei unterstützen können, alte Muster nicht nur zu erkennen, sondern auch die damit verbundenen Gefühle und Erfahrungen zu verarbeiten und neue Wahlmöglichkeiten zu entwickeln.

Wenn du spürst, dass dich ein altes Muster belastet oder daran hindert, weiterzukommen, sprich mich gerne an.

Back to Blog

Kontakt

Claudia Jahn

Hochplattenstr. 31b, Rosenheim Bayern 83026

Deutschland

Kontakt

© Claudia Jahn 2026 Alle Rechte vorbehalten